HERINGEN. Einen schönen Tag genossen alle Mädchen und Jungen der Heringer
"Geschwister Scholl"-Schulen. Bei strahlendem Sonnenschein weihten sie gestern ihre Licht durchflutete Sporthalle ein. Die Jüngsten tanzten vergnügt Samba und Lollipop. Andere zeigten auf dem Schwebebalken, am Reck und auf den Matten ihr gymnastisches Können. Die Judokas legten sich temporeich und mit Geschick aufs Kreuz. Die Cheerleader am Rand applaudierten kräftig. Freude an Sport, Spiel und Bewegung standen deutlich in den Gesichtern der Kinder. Da bedurfte es keiner Worte - dieses Leuchten und Lachen war der schönste Dank für die Gäste aus den bauausführenden Firmen. Viele Eltern, Vertreter aus Politik und Wirtschaft sowie sämtliche Ortsbürgermeister aus der Goldenen Aue nahmen an der Einweihung der modernen Zweifelder-Sporthalle teil. Künftig wird sie dem Schul-, Vereins- und Breitensport dienen.

Er sehe seine Visionen erfüllt, bedankte sich Schulleiter Hans-Joachim Arendt in Richtung Worbiser Schulamtsleiter und Landrat. Diese Träume seien die Sanierung der Schulgebäude, Außenflächen, der Sporthalle und Außensportflächen gewesen. Alles sieht jetzt picobello aus - für das Lernen sowie die Bewegung haben die Mädchen und Jungen der "Geschwister Scholl"-Grund- sowie Regelschule jetzt erstklassige Bedingungen. Es war ihnen und den Lehrern sowieso anzusehen, dass sie rundum zufrieden waren.

Landrat Joachim Claus sagte bei der Schlüsselübergabe, dass es auch für ihn ein stolzer Tag sei. Das Kreisgebiet sei jetzt um eine moderne Schulsporthalle reicher geworden. Die nutzbare Sportfläche beträgt 968 Quadratmeter, sie kann in zwei Felder geteilt werden. Die Ausstattung mit hochwertigen Sportgeräten und Matten erlaubt eine vielfache Betätigung. Neben top eingerichteten Umkleide- und Sanitärräumen wurden ein Vereins- sowie ein Fitnessraum und Tribünen für 160 Zuschauer integriert. Außerdem ist das schicke und helle Gebäude komplett behindertengerecht ausgestattet.

Die geplanten Gesamtkosten betrugen vier Millionen Euro. Die Kultus- sowie Sozialministerien förderten den Sporthallenbau mit 953 000 Euro. Die Stadt Heringen beteiligte sich mit 314 000 Euro. Mit der Fertigstellung dieser Zweifelder-Schulsporthalle ist die Rekonstruktion des gesamten Grund- und Regelschulstandortes in Heringen abgeschlossen.

Trockene Finanzen sind nicht Sache der Kinder. Vera Angelstein berichtete den Gästen, dass die Abteilung Geräteturnen seit eineinhalb Jahren mit dem Heringer Kindergarten kooperiert. Zweimal wöchentlich trainieren die Jüngsten, die Spaß an Bewegung haben. Auf jeden Fall profitiert die Grundschule davon, denn was die Erstklässler Nadine, Hannah, Sophie, Theresa oder Mandy am Reck sowie Schwebebalken und auf den Matten zeigten, erhielt kräftigen Applaus.

Stolz auf seine Judokas vom JSC ´99 ist Waldemar Benndorf. 85 Miglieder zählt der Club, davon sind 55 Kinder und Jugendliche - der Beste von ihnen ist Tino Bierau, der nicht nur mehrfacher deutscher Meister wurde, sondern vor zwei Tagen in Bulgarien zum Vizeeuropameister gekürt wurde. Auch die jüngsten Judokas zeigten Talent. Geschickt rollten sie über die Matten. Sie haben Freude an der Bewegung, und sie kennen keine Angst. Mit Unterstützung der älteren Judokas zeigte Waldemar Benndorf die besten Verteidigungsstrategien. Ein Griff - und bumms, lag der junge Mann auf dem Rücken.

Ruhe wird in der Schulsporthalle bestimmt nur nach Mitternacht einkehren. Die Kinder, Jugendlichen und viele Erwachsene sind einfach erpicht auf Bewegung und Wettkämpfe.

Von Margit LORENZ
16.09.2004         

Quelle:  Artikel aus der Thüringer Allgemeine